{"id":328,"date":"2013-01-09T18:12:26","date_gmt":"2013-01-09T17:12:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schwulenreferat-gi.de\/?p=328"},"modified":"2013-01-20T21:11:10","modified_gmt":"2013-01-20T20:11:10","slug":"hochschwulwahlen-an-der-uni-giesen-2013-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abstqr-giessen.de\/?p=328","title":{"rendered":"Hochschwulwahlen an der Uni Gie\u00dfen 2013 (1)"},"content":{"rendered":"<p>Wie im letzten Jahr werden wir auch in diesem Jahr die Hochschul-Wahlprogramme aller Hochschullisten, die zur Wahl des 52.Studierendenparlaments antreten, unter mehreren Gesichtspunkten untersuchen. Die Wahlen finden vom 23. bis 29. Januar 2013 statt und gleichzeitig zur Studierendenparlamentswahl finden auch Fachschaftsratswahlen statt.<\/p>\n<p>Folgende Punkte sind f\u00fcr uns wichtig: In wie fern werden (1) nicht-heteronormative Identit\u00e4ten erw\u00e4hnt, wie wird sprachlich mit geschlechtlichen Identit\u00e4ten umgegangen (Stichwort (2) Gendern), was steht in den Wahlprogrammen zum Thema (3) Feminismus und Gleichstellung, wie sieht es um die Erw\u00e4hnung der (4) autonomen Referate, insbesondere des Autonomen Queer-feministischen Frauenreferats und des Autonomen Schwulen-Trans*-Queer-Referats aus, in wie fern wird (5) Rechtsradikalismus erw\u00e4hnt und welche Forderungen gibt es zur (6) Barrierefreiheit an der Universit\u00e4t. Diese Hauptpunkte werden noch von anderen Forderungen erg\u00e4nzt, die uns auffallen (7) Sonstiges. Eine Wahlempfehlung wird ebenso wenig stattfinden, wie eine Untersuchung der Wahlprogramme auf weitere Gesichtspunkte.<\/p>\n<p>Falls du keine der Listen als geeignet ansiehst und von deiner Stimme keinen Gebrauch machen w\u00fcrdest, jedoch Hochschulwahlen unterst\u00fctzen m\u00f6chtest, k\u00f6nntest du Wahlhelfer_in werden. Dann gibt es <a href=\"http:\/\/www.inst.uni-giessen.de\/studi-wahlen\/wordpress\/\">hier <\/a>weitere Informationen dazu.<\/p>\n<p>F\u00fcr alle die sich ihr eigenes Bild machen wollen (was sich in jedem Fall empfiehlt: Unter <a href=\"http:\/\/www.inst.uni-giessen.de\/studi-wahlen\/wordpress\/?page_id=242\">http:\/\/www.inst.uni-giessen.de\/studi-wahlen\/wordpress\/?page_id=242<\/a> finden sich die Programme zur Wahl 2013. Hier seht ihr die Wahlprogramme der 10 Hochschullisten, die zur Wahl antreten werden, ebenso findet ihr die Kandidat_innen-Listen (bald) dort.<\/p>\n<p>Zur Wahl treten folgende Listen an, welche bereits letztes Jahr zur Wahl standen: \u201eUni Gr\u00fcn\u201c, \u201eJusos\u201c, \u201eUnsere Uni.\u201c, RCDS (\u201eDie StudentenUnion\u201c), \u201eProjekt Zukunft!\u201c, \u201eDemokratische Linke\u201c,  \u201eLiberale Hochschulgruppe (LHG)\u201c, \u201esds.dielinke\u201c.<\/p>\n<p>Neu dabei sind: \u201eQueere-Liste\u201c und \u201eDachstuhl-Philosoph\u201c. Nicht mehr zur Wahl stellt sich im Gegensatz zur letzten Wahl die Liste \u201eDie Demokratie\u201c, welche mit einem 1-Punkte-Programm zur letzten Wahl zum ersten Mal antrat, jedoch trotz ihrer zwei Sitze im Studierendenparlament keinen Fu\u00df fassen konnte.<\/p>\n<p><strong>(1) nicht-heteronormative Identit\u00e4ten<\/strong><br \/>\nWir vertreten nicht-heteronormative Identit\u00e4ten. Diese wollen wir auch von den Hochschullisten vertreten sehen, die im Studierendenparlament und dem Allgemeinen Studierendenausschuss Entscheidungen f\u00e4llen. Nur weil wir als autonome Referate Interessen von marginalisierten Studierenden vertreten, hei\u00dft dies nicht, dass nicht-autonome Referate und Listen sich um Gleichstellung und Diskriminierungen nicht zu k\u00fcmmern haben.<\/p>\n<p><strong>(2) Gendern<\/strong><br \/>\nSprache schafft Realit\u00e4t. 1. Durch Hervorhebung (beispielsweise durch das Binnen-I (StudentInnen) und explizite Mitbenennung (Studentinnen und Studenten) von Frauen oder 2. \u201ealler\u201c Identit\u00e4ten, wie Frauen, M\u00e4nner und Trans*-Personen, die die Binarit\u00e4t von Geschlecht und\/oder \u201estarre\u201c Geschlechter ablehnen (Mit Hilfe des Gender_Gaps: Student_innen oder Student*innen), kann dem Gesagten oder Geschriebenen dar\u00fcber Ausdruck verliehen werden, dass nicht nur m\u00e4nnliche Personen (Studenten, also das generische Maskulinum) gemeint sind und andere Geschlechter nicht nur \u201emitgemeint sind\u201c. Mehr dazu <a href=\"http:\/\/www.liminalis.de\/2008_02\/Liminalis-2008-Baumgartinger.pdf\">hier<\/a>.<\/p>\n<p><strong>(3)Feminismus und Gleichstellung<\/strong><br \/>\nWenn man die Vielfalt der Geschlechter ausser Acht l\u00e4sst, und sich alleine \u201eM\u00e4nner\u201c und \u201eFrauen\u201c anschaut, ist keine Gleichbehandlung erreicht. Alleine im Bezug auf Lohnungleichheiten zeigt sich, dass der Fortschritt nicht automatisch kommt, sondern dass Stagnation und R\u00fcckschritt kommen kann, wenn sich die Politik nicht f\u00fcr Gleichbehandlung einsetzt. Dies zeigt z.B. der Global Gender Gap Report. Auch der Sachverhalt, dass \u201ewir\u201c in einer sexistisch-gepr\u00e4gten Kultur leben, in der Vergewaltigungen und Vergewaltigungsvorw\u00fcrfte kaum ernst genommen werden und sogar ins Gegenteil gekehrt werden, wird leider zu oft ausgeblendet.<\/p>\n<p><strong>(4) autonomen Referate<\/strong><br \/>\nAutonome Referate agieren unabh\u00e4ngig von den ASten, die gerade gew\u00e4hlt sind. In Gie\u00dfen gibt es autonome Referate, die f\u00fcr ihre jeweiligen unterrepr\u00e4sentierten Gruppen wichtige Arbeit an der Universit\u00e4t leisten.<\/p>\n<p><strong>(5)Rechtsradikalismus<\/strong><br \/>\nF\u00fcr uns ist die Arbeit gegen Rechtsradikalismus, Neonazismus, aber auch Homonationalismus und \u201eAlltagsrassismen\u201c wichtig. Dies nicht erst, seit dem Personen aus rechten Gruppen, wie \u201eDie Freiheit\u201c versucht haben uns gegen\u00fcber Islamophobie und Nationalismus als vereinbar mit Schwulsein zu pr\u00e4sentieren (Das ist es f\u00fcr uns n\u00e4mlich nicht), oder das Gartenhaus (in dem sich unsere R\u00e4ume und die des queer-feministischen Frauenreferats befinden) mit einem <a href=\"http:\/\/www.schwulenreferat-gi.de\/?p=154\">Hakenkreuz <\/a>u.a. bespr\u00fcht wurden.<\/p>\n<p><strong>(6)Barrierefreiheit<\/strong><br \/>\nAlle \u2013 Schwule, Lesben, Queers, Bisexuelle, Trans*-Personen, Intersex*-Personen, Asexuelle, \u201eHeten\u201c, usw. \u2013 k\u00f6nnen Personen mit Behinderung sein. F\u00fcr uns ist es wichtig, dass Barrierefreiheit im universit\u00e4ren Kontext grundlegend etabliert wird. Wir arbeiten darauf beispielsweise hin, in dem wir in der queeren Ringvorlesung, die wir mitorganisieren, Geb\u00e4rdensprachdolmetschung anbieten und diese auch (bald) online bereitstellen (entweder mit Geb\u00e4rdensprachdolmetschung, Untertiteln oder Transkripten) und der Raum, in dem die Vortr\u00e4ge rollstuhlgerecht. Dass Barrierefreiheit auch mitunter Geld kostet sollte nicht dazu f\u00fchren, dass diese wichtige Forderung vernachl\u00e4ssigt wird.<\/p>\n<p><strong>(7)Sonstiges<\/strong><br \/>\nVerschiedenes Erw\u00e4hnenswertes.<\/p>\n<p>Weiter zu den untersuchten Wahlprogrammen geht es <a href=\"http:\/\/www.schwulenreferat-gi.de\/?p=326\" title=\"Hochschwulwahlen an der Uni Gie\u00dfen 2013 (2)\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie im letzten Jahr werden wir auch in diesem Jahr die Hochschul-Wahlprogramme aller Hochschullisten, die zur Wahl des 52.Studierendenparlaments antreten, unter mehreren Gesichtspunkten untersuchen. 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