{"id":433,"date":"2013-01-20T20:56:15","date_gmt":"2013-01-20T19:56:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schwulenreferat-gi.de\/?p=433"},"modified":"2013-01-20T20:57:44","modified_gmt":"2013-01-20T19:57:44","slug":"einladung-zum-vortrag-von-dr-rainer-herrn-die-zahl-der-denkbaren-und-tatsachlichen-sexualtypen-ist-unendlich-geschlechterutopische-dimensionen-in-magnus-hirschfelds-zwischenstufentheorie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abstqr-giessen.de\/?p=433","title":{"rendered":"Einladung zum Vortrag von Dr. Rainer Herrn: \u201eDie Zahl der denkbaren und tats\u00e4chlichen Sexualtypen ist unendlich.&#8220; Geschlechterutopische Dimensionen in Magnus Hirschfelds Zwischenstufentheorie (1910) und ihre Rezeptionen."},"content":{"rendered":"<p>Auf Einladung des Arbeitskreises \u201eQueere Ringvorlesung\u201c der JLU Gie\u00dfen wird Dr. Rainer Herrn am 23. Januar einen Vortrag mit dem Titel \u201e\u201eDie Zahl der denkbaren und tats\u00e4chlichen Sexualtypen ist unendlich.\u201c Geschlechterutopische Dimensionen in Magnus Hirschfelds Zwischenstufentheorie (1910) und ihre Rezeptionen\u201c halten. Die Veranstaltung findet um 18:30 Uhr in der Alten UB (Bismarckstra\u00dfe 37) im H\u00f6rsaal AUB 1 statt. F\u00fcr den Vortrag stehen zwei Geb\u00e4rdensprachdolmetscher_innen zur Verf\u00fcgung, die bei Bedarf simultan in die deutsche Geb\u00e4rdensprache \u00fcbersetzen. Das Vortragsgeb\u00e4ude ist rollstuhlgerecht.<\/p>\n<p>Aus dem Ank\u00fcndigungstext:<\/p>\n<p>Magnus Hirschfeld entwickelte im fr\u00fchen 20. Jahrhundert die sogenannte Zwischenstufentheorie als Instrument zur Entkriminalisierung und Entpathologisierung sexueller und geschlechtlicher Alterit\u00e4t. Auf der Grundlage polarer Geschlechterzuschreibungen erkl\u00e4rt er Mischgeschlechtlichkeit zu universellen Regel, womit er die peripheren Sexualit\u00e4ten (Hermaphroditismus, Androgynie und Homosexualit\u00e4t) ins Zentrum seiner Theorie stellt. Damit setzt er sich vom M\u00e4nnlichkeit idealisierenden virilen Fl\u00fcgel der Homosexuellenbewegung ab, wie auch von der wirkungsm\u00e4chtigen psychopathologischen Deutung der Psychiatrie. Hirschfelds f\u00fcr die Emanzipationsbewegung sexueller Minderheiten sehr einflussreiche Theorie wird im Kontext hegemonialer M\u00e4nnlichkeit als Vorl\u00e4ufer queerer Ans\u00e4tze anhand von zahlreichen historischen Bildbelegen diskutiert.<\/p>\n<p>Dr. Rainer Herrn ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der DfG-Forscher_innengruppe \u201eKulturen des Wahnsinns\u201c am Institut f\u00fcr Geschichte der Medizin der Charit\u00e9, Berlin sowie Mitarbeiter der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft. Zu psychiatriegeschichtlichen, sexual- und geschlechterwissenschaftlichen Themen hat Rainer Herrn bereits zahlreiche B\u00fccher und Aufs\u00e4tze ver\u00f6ffentlicht, Lehrveranstaltungen und Vortr\u00e4ge gehalten sowie Ausstellungen veranstaltet. Die aktuellen Forschungsschwerpunkte des Referenten liegen in Psychiatrie und Urbanit\u00e4t, Geschlecht und Wahnsinn in der Kaiserzeit und der Weimarer Republik, wissenschaftliche und soziale Selbst- und Fremdkonstruktionen sexueller Minderheiten um 1900 sowie in der Etablierung der Sexualwissenschaft bis 1933.<\/p>\n<p>Veranstaltet wird die queere Ringvorlesung von einem Arbeitskreis rund um das autonome Schwulen-Trans*-Queer-Referat und das autonome queer-feministische Frauenreferat, im AStA der JLU. Begleitet wird die Veranstaltungsreihe von Dr. Franz Schindler vom Institut f\u00fcr Slavistik sowie Dr. Nadyne Stritzke aus dem Institut f\u00fcr Anglistik.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf Einladung des Arbeitskreises \u201eQueere Ringvorlesung\u201c der JLU Gie\u00dfen wird Dr. Rainer Herrn am 23. Januar einen Vortrag mit dem Titel \u201e\u201eDie Zahl der denkbaren und tats\u00e4chlichen Sexualtypen ist unendlich.\u201c Geschlechterutopische Dimensionen in Magnus Hirschfelds Zwischenstufentheorie (1910) und ihre Rezeptionen\u201c halten. 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