{"id":732,"date":"2013-04-24T09:50:38","date_gmt":"2013-04-24T08:50:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schwulenreferat-gi.de\/?p=732"},"modified":"2013-04-24T09:50:38","modified_gmt":"2013-04-24T08:50:38","slug":"eine-unabhangige-feministische-mobilisierung-zu-blockupy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.abstqr-giessen.de\/?p=732","title":{"rendered":"Eine unabh\u00e4ngige feministische Mobilisierung zu Blockupy"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;&#8212; Eine unabh\u00e4ngige feministische Mobilisierung &#8212;-<\/p>\n<p>Kommt mit nach Frankfurt und demonstriert mit uns am 31.Mai\/1.Juni gegen<br \/>\ndie herrschende Krisenpolitik!<\/p>\n<p>Wir wollen zu den Blockupy-Protesten in Frankfurt eine unabh\u00e4ngige<br \/>\nfeministische Mobilisierung auf die Beine stellen und suchen noch<br \/>\nGruppen, Frauen*, Personen, die sich uns anschlie\u00dfen und Lust haben mit<br \/>\nuns gemeinsam, was zu \u00fcberlegen und ihre Ideen\/Forderung auf die Stra\u00dfe<br \/>\nzu tragen, denn in den bisherigen Blockupy-Protesten der<br \/>\nantikapitalistischen Bewegung, war uns die feministische Perspektive<br \/>\nnicht pr\u00e4sent genug. Bisher sind wir einige vernetzte feministische<br \/>\nGruppen in Marburg, K\u00f6ln und Berlin und hoffen noch weitere<br \/>\nFeminist*innen &amp; friends (gender offen) in vielen St\u00e4dten\/Regionen zu<br \/>\nerreichen, um gemeinsam mit euch unsere Themen, unsere Kreativit\u00e4t und<br \/>\nWut auszudr\u00fccken.<\/p>\n<p>Die europ\u00e4ische Krisenpolitik \u00fcbt einen unglaublichen Druck auf alle<br \/>\nBereiche der sozialen Reproduktion aus, sei es Gesundheit,<br \/>\nKinderbetreuung, Bildung, Pflege und die Doppelbelastung in den privaten<br \/>\nLebensgemeinschaften\/Familien. W\u00e4hrend es in den \u00f6ffentlichen Debatten<br \/>\nverst\u00e4rkt um Rettungspakete f\u00fcr Banken und Staaten geht, wollen wir<br \/>\nunser Leben\/die Lebensbedingungen der Menschen in den Fokus r\u00fccken und<br \/>\ndie herrschende Zuweisung von Belastungen\/Aufgaben an Frauen*<br \/>\nthematisieren. Wir sehen die Krise nicht als etwas, was erst seit dem<br \/>\nFinanzcrash 2008 auftritt, sondern als ein grundlegendes Mi\u00dfverh\u00e4ltnis<br \/>\nin der Art und Weise, wie unsere Lebens- und Arbeitsbedingungen in<br \/>\ndiesem System organisiert sind. Eine feministische Perspektive auf die<br \/>\nKrise ist eine Bedingung, um diese \u00fcberhaupt zu verstehen.<\/p>\n<p>Unter Krise der Reproduktion fassen wir sowohl, dass Frauenh\u00e4usern die<br \/>\nFinanzierung entzogen wurde, als auch, dass Jugendbildungsarbeit unter<br \/>\nimmer prek\u00e4reren Umst\u00e4nden stattfindet, das Krankenh\u00e4user privatisiert<br \/>\nwerden und der Personalstand, keine ausreichende Versorgung mehr<br \/>\nzul\u00e4sst, dass sich die Lebensbedingen f\u00fcr Menschen ohne Papiere oder<br \/>\nohne Aufenthaltsgenehmigung verschlechtern, dass es lange Wartelisten<br \/>\nf\u00fcr Kitapl\u00e4tze gibt, Angebote f\u00fcr Geb\u00e4rdendolmetschen und Assistenz f\u00fcr<br \/>\nBehinderte nicht ausreichen und dass geringe L\u00f6hne und Hartz IV den<br \/>\nAlltag der Menschen, besonders mit Kindern immer schwieriger macht und<br \/>\ndie Burn Out Raten steigen. All diese Auswirkungen sind in der<br \/>\n\u00d6ffentlichkeit nicht so pr\u00e4sent und der Umgang mit ihnen wird vielfach<br \/>\nprivatisiert und muss individuell gel\u00f6st werden. Dieser Vereinzelung und<br \/>\nindividuellen L\u00f6sungsstrategien gilt es wieder verst\u00e4rkt Solidarit\u00e4t<br \/>\nentgegen zu setzen und kollektive Handlungsstrategien zu entwickeln. Wir<br \/>\nwollen die unabh\u00e4ngige feministische Mobilisierung zu Blockupy auch<br \/>\nnutzen, um hier\u00fcber ins Gespr\u00e4ch zu kommen. In Zukunft wollen wir nach<br \/>\nkollektiven L\u00f6sungen f\u00fcr neue und alte von Feminist*innen<br \/>\nproblematisierte Misst\u00e4nde suchen: Statt Enteignung und<br \/>\nIndividualisierung (z.B. durch individuelle &#8222;Emanzipationsm\u00f6glichkeiten&#8220;<br \/>\nf\u00fcr privilegierte Frauen*) &#8211; kollektive Aneignung von<br \/>\nReproduktionsmitteln und solidarische Strategien!<\/p>\n<p>Bitte achtet auf Ank\u00fcndigungen oder schaut auf folgenden Websids<br \/>\n(<a href=\"http:\/\/naturfreundejugend-berlin.de\/ak_feminismus\">http:\/\/naturfreundejugend-berlin.de\/ak_feminismus<\/a>,<br \/>\n<a href=\"http:\/\/blockupy-frankfurt.org\">http:\/\/blockupy-frankfurt.org<\/a>) nach Terminen oder kommt einfach nach<br \/>\nFrankfurt und achtet auf die Ank\u00fcndigungen vor Ort. Wir wollen am<br \/>\nFreitag bei den Protesten als &#8222;Care Mob&#8220; in der Stadt unterwegs sein und<br \/>\nwerden am Samstag auf der Demo einen feministischen Block bilden und die<br \/>\n&#8222;Care Revolution&#8220; ausrufen. Unsere Mobilisierung ist gender offen,<br \/>\neinige der beteiligten Gruppen sind all gender, die meisten Gruppen sind<br \/>\nFL oder FLT* organisiert. Wir hoffen, den verschiedenen<br \/>\nOrganisierungsformen gerecht zu werden und im Demoblock gehen Frauen<br \/>\nvoran. Wir hoffen auch auf vielf\u00e4ltigste Ausdrucksweisen, bringt mit,<br \/>\nwas f\u00fcr euch die Reproduktionskrise symbolisiert: Windeln, Wischmob, was<br \/>\nimmer euch einf\u00e4llt. Wir sehn uns in Frankfurt!<\/p>\n<p>Donnerstag, 30.5.<br \/>\nAnreise, Aktionstrainings und Versammlungen im Camp, Ort wird noch<br \/>\nbekannt gegeben, siehe webside<\/p>\n<p>Freitag, 31.5.<br \/>\nBlockade der EZB und anschliessende Aktionen<br \/>\nAbends Veranstaltungen und Kultur<\/p>\n<p>Samstag, 1.6.<br \/>\nInternationale Demonstration: Auftakt 11.00 Uhr am Baseler Platz<br \/>\nAbschluss am Willy-Brandt-Platz an der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB)<br \/>\nmit Kundgebung Und Asambleas zur Zukunft des Widerstandes&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;&#8212; Eine unabh\u00e4ngige feministische Mobilisierung &#8212;- Kommt mit nach Frankfurt und demonstriert mit uns am 31.Mai\/1.Juni gegen die herrschende Krisenpolitik! 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